Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel gelesen, der die Vorteile eines Orgasmus am Morgen behandelte. Wer es auch genauer wissen will, darf hier gerne nachlesen.

Nachdem ich das an zwei aufeinanderfolgenden Tagen probiert hatte, kam mir ein aufregender Gedanke. Im Moment sieht man ja über all Challenges: 30 Tage Vegan, Ice Bucked Challenge, Squat Challange, Orgasmic Yoga und noch viele mehr. Aber wie wäre es denn, 30 Tage lang jeden Morgen mit einem Höhepunkt zu beginnen? Was würde es mit mir machen? Meinem Tag? Meinen Orgasmen?

Quickes am Morgen

Da ich einen ziemlich aufregenden Tagesablauf haben, sah ich direkt Herausforderungen auf mich zukommen. Mit Familie und Haustieren ist ein Orgasmus nicht so ganz einfach in die Morgenroutine zu integrieren. Mein Freund war sehr schnell Fan der Challenge und nahm die Herausforderung mit Freude an. So hatten wir schon einige sehr schöne Quickies am Morgen.

Manchmal kam es aber auch vor, dass ich beim Sex nicht bis zum Höhepunkt durchgehalten habe. Irgendwie war ich an den Tagen körperlich nicht in der Lage, einen bestimmten Punkt der Ent- oder Anspannung zu überschreiten um zu kommen. Oder ich wäre dazu in der Lage gewesen, aber meine Motivation hat nicht gereicht, mich auf die dafür nötige Änderungen wie Stellungswechsel oder Wechsel des Sextoys einzulassen. Dafür wurde ich aber trotzdem belohnt: Ich bin dann in einem angenehmen Erregungszustand durch den Tag geschwebt.

Höhepunkt über den Wolken

Mein absolutes Highlight war aber mein morgendlicher Höhepunkt in der Flugzeugtoilette. Mehr verrate ich euch darüber in einem eigenen Text hier.

Im Moment bin ich immer schon bei Tag 18 angekommen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Tag 17 ausfallen habe lassen, da ich verschlafen hatte und direkt los musste und dann den ganzen Tag nur unterwegs war. Abends konnte ich mich dann auch nicht motivieren, den versäumten Orgasmus nachzuholen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob ich wieder von vorne anfangen muss 😉 ????

Erstes Fazit

Zu Beginn der Challenge kamen die Höhepunkte schnell und gewaltig. Anfangs war ich sehr gut gelaunt und entspannt. Nachdem ich gekommen war, bin ich fröhlich aus dem Bett gesprungen und habe meinen Tag gestartet. Tagsüber fühlte ich mich sogar öfter leicht angezeckt. Außerdem hatte ich tatsächlich den Eindruck fokussierter und produktiver zu sein, quasi klarer denken zu können.

Seit ein paar Tagen ist meine Motivation jedoch etwas im Keller und es fällt mir teilweise recht schwer zu kommen. Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt.

Ich bleibe weiter dran…

Update: „Wie aus einer 30 Tage Challenge eine 21 Tage Challenge wurde“

Der letzte Stand an Tag 17 war ja eine gewisse Unlust. Eigentlich wollte ich dieses Gefühl ignorieren und die 30 Tage durchziehen. Es kam mir so vor, wie die Unlust zum Sport zu gehe, aber hinterher ist man froh, doch gegangen zu sein.

Am Tag 21 habe ich mich noch aufgerafft und es mir selbst gemacht. Aber obwohl ich einen Orgasmus hatte, war es nicht befriedigend (Ein Interview über Orgasmen findet ihr hier). Es war, als würde mein Körper blockieren. Am nächsten Tag habe ich es wieder versucht aber es war noch schlimmer: Ich hatte fast das Gefühl, mich selber sexuell zu nötigen. Ich habe mittendrin abgebrochen. Mein Körper fühlte sich genervt und überreizt an. Der Tag war für mich gegessen. Die Begeisterung am Satisfyer vom Anfang war auch komplett weg. Ich habe dann beschlossen, die Challenge für beendet zu erklären!

Zweites Fazit

Am Anfang war es aufregend und den Orgasmen folgten Tage voller Energie und guter Laune. Leider wurde diese gute Laune immer weniger bis es ein reines Pflichtprogramm wurde. Also habe ich mir und meiner Vagina Ruhe gegönnt. Nach nur zwei Tagen konnte ich aber schon wieder ein sanftes Aufkeimen von Lust und den Wunsch nach Körperkontakt und sanfter Zärtlichkeit spüren. Diese Lust wurde immer stärker bis ich nach wenigen Tagen doch wieder Hand anlegen musste.

Ein Orgasmus am Morgen kann wirklich großartig sein. Aber dazu sollte man auch etwas Zeit haben. Und es ist schon sinnvoll, auf seinen Körper zu hören und nicht auf Zwang einen Orgasmus haben zu wollen.

In Zukunft werde ich bestimmt öfter morgens den ersten Höhepunkt des Tages haben. Mal ganz schnell hergezaubert, mal langsam und entspannt hochgefahren. Aber niemals unter Druck oder gegen dem Willen meiner Muschi!