Constanze Baier
Constanze Baier / PR

Lust nach der Geburt: Mutterschaft als Transformation

Die Mutterschaft verändert Frauen oft merklich. Es sei ein starker Transformationsprozess, sagt Pleasure Coach Constanze Baier. Der natürlich auch die Lust nach der Geburt beeinflusst. Sie empfiehlt langsamen und ziellosen Sex. Und verweist auf den Einfluss des fehlenden Zyklus auf die negative Lustkurve der Frauen.

Zu oft wird das kleine Wort „LUST“ nur mit Sex verbunden, dabei ist es weit mehr als das. In diesem kleinen Wort steckt Sehnsucht und Erfüllung, Tiefe und Leichtigkeit, Wachstum und Schmerz – ein ganzes Universum an Erfahrungen und Empfindungen. Mutterschaft und Geburt sind ein tiefer Initiationsprozess, welcher bereits mit der Schwangerschaft beginnt und neue Erfahrungen und Empfindungen mit sich bringt. Lust nach der Geburt? Es ist ganz normal, dass es Phasen von Lust und Lustlosigkeit nach der Geburt gibt, denn der weibliche Körper durchläuft eine große Transformation. 

Perspektivwechsel nach der Geburt

Viel mehr kommt es aus meiner Sicht darauf an, wie sich Frau in diesem tief verändernden Prozess mit allen Sinnen selbst wahrnimmt. Daher empfehle ich langsamer und zielloser beim Sex nach der Geburt zu werden, um sich selbst und den Partner oder die Partnerin neu zu erspüren. Zu oft wird unterschätzt, welche Veränderung und Gefühlswellen diese neuen Rollen mit sich bringt und welchen Einfluss sie auf die Sexualität bei der Frau als auch beim Mann hat. 

Zyklus und Lust nach der Geburt

Darüber hinaus gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Lust und dem monatlichen weiblichen Zyklus. Sehr oft verspüren Frauen besonders sexuelle Lust während der Phase des Eisprungs und manche auch in der Phase der Menstruation. Mit der Schwangerschaft verlässt die Frau ihren monatlichen menstrualen Zyklus. Nach der Geburt kommt sie erst auf physischer Ebene in ihren Zyklus zurück. Oft wird dabei jedoch der mentale Prozess bei der Rückkehr des weiblichen Zyklus vernachlässigt. Gönnen sie sich immer wieder Phasen des Rückzugs und der Erholung, sonst kommt es leicht zur völligen Erschöpfung oder gar Depression.