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	<title>Jule, Author at Happy Vagina</title>
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	<description>Sex-Blog für Frauen</description>
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	<title>Jule, Author at Happy Vagina</title>
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		<title>Bin ich versaut, weil ich häufiger möchte als mein Freund?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jule]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 05:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Männer wollen Sex, Frauen wollen kuscheln. So lautet das Vorurteil. Doch wenn Frauen öfters, anders, wilder wollen als die Kerle, dann gelten sie als „versaut“. Es wird Zeit, mit diesen Sex-Klischees über Frauen aufzuräumen, findet unsere Autorin. Gestern war ich mit einer Freundin Abendessen. Zwischen Pasta und Rotwein sagte sie: „Ich hatte echt schon lange [&#8230;]</p>
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<p>Männer wollen Sex, Frauen wollen kuscheln. So lautet das Vorurteil. Doch wenn Frauen öfters, anders, wilder wollen als die Kerle, dann gelten sie als „versaut“. Es wird Zeit, mit diesen Sex-Klischees über Frauen aufzuräumen, findet unsere Autorin.</p>



<p>Gestern war ich mit einer Freundin Abendessen. Zwischen Pasta und Rotwein sagte sie: „Ich hatte echt schon lange keinen Sex mehr“. Sie ist zwar in einer Beziehung, die beiden wohnen auch zusammen, doch zum Liebesakt kommt es nicht. Schlichtweg, weil er keine Lust hatte. Sie erzählt weiter: „Wenn ich will, dann sagt er, ich sei zu versaut“.</p>



<p>Stopp! Ich muss hier mal mit Sex-Klischees über Frauen aufräumen</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ist-frau-wirklich-versaut-nur-weil-sie-sex-will">Ist Frau wirklich versaut, nur weil sie Sex will?</h2>



<p>Oder provokanter formuliert: Ist frau automatisch versaut, wenn sie mehr Sex will als der Mann?</p>



<p>Dürfen nicht auch Frauen einfach gerne und oft Sex haben (wollen), ohne direkt abgestempelt zu werden?</p>



<p>Die Antwort ist denkbar einfach: Nein, dürfen sie nicht.</p>



<p>Zumindest noch nicht immer und überall.</p>



<p>Leider oft erlebt: Würde ihr Kerl öfter wollen, dann hätte auch sie zu wollen.</p>



<p>Aber um Gottes willen – sie kann doch nicht mehr wollen als er! Wo kommen wir denn da hin?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-sex-klischee-uber-frauen-sie-wollen-nur-kuscheln">Ein Sex-Klischee über Frauen: Sie wollen nur kuscheln</h2>



<p>Eine norwegische Studie fand heraus: „Frauen wollen kuscheln, Männern wollen Sex“. (<a href="https://happyvagina.de/viva-la-vagina-geballtes-wissen-zu-vagina-vulva-und-weiblichkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr lesen in diesem klasse Buch über Sex: &#8222;Viva La Vagina&#8220;117 ff.</a>). Die Wissenschaftler:innen bestätigten damit ein altbekanntes Klischee über Frauen.</p>



<p>Doch selbst wenn es sich dabei nicht nur um ein Klischee, sondern um eine belegbare Tatsache handelt, heißt das noch lange nicht, dass diese auch auf jede zutreffen muss. Wir müssen hier dringend mit Klischees über Frauen aufräumen. Schließlich wissen wir, dass es so viele Abweichungen von der gesellschaftlichen Norm gibt. Und das Allermeiste ist normal: Also auch Frauen, die Sex wollen. Und sogar viel.</p>



<div class='wp_b_newsbox'>
<p class='wp_b_h2'> Du willst endlich wieder Traumsex erleben? </p><br><p>Vermisst du die Zeiten, in denen Zärtlichkeit und Nähe selbstverständlich waren?  Möchtest du endlich wieder Lust spüren? In seine Arme sinken und ihn küssen – ohne dass es gleich zu mehr führt?  Wie einfach das geht, erfährst du im kostenfreien “Guide zu mehr Nähe und Intimität &#8211; ohne Sxx”.</p><br>
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</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schluss-mit-dem-klischee-auch-frauen-sind-versaut">Schluss mit dem Klischee! Auch Frauen sind &#8222;versaut&#8220;</h2>



<p>Autorin Katja Lewina formulierte es einmal so treffend: „Überraschung! Frauen wollen auch ficken.“ (Das Zitat stammt aus ihrem Buch „Sie hat Bock“, S.35) Tatsächlich scheint das für viele eine Überraschung zu sein. Eine Frau, die mehr Verlangen hat – das kann es nicht geben.</p>



<p>Und auch Lewina führt passend dazu weiter aus: „Weibliche Sexualität als normaler Bestandteil des Lebens scheint in der öffentlichen Wahrnehmung nicht zu existieren. Entweder die vögelnde Alte ist völlig außer Rand und Band, und damit im gesellschaftlichen Abseits, oder sie bewegt sich innerhalb der Norm und tut es allerhöchstens mit dem <em>Richtigen</em>.“ Weibliches Begehren – was zum Teufel soll das sein, fragt die Autorin in ihrem Buch weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weitere-sex-klischees-uber-frauen">Weitere Sex-Klischees über Frauen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frauen wollen nur Blümchensex</li>



<li>(Zu) viel Sex „leiert“ eine Frau aus (LINK)</li>



<li>Frauen kommen ohnehin nie zum Höhepunkt</li>



<li>Frauen zu befriedigen, ist kompliziert</li>



<li>Niemand will eine Frau mit einem hohen Body Count, also vielen vorherigen Liebhabern</li>



<li>Den G-Punkt gibt es doch gar nicht</li>



<li>Frauen sollen schüchtern und zurückhaltend im Bett sein</li>



<li>Der Sex ist vorbei, wenn der Mann gekommen ist</li>



<li>Frauen dürfen keinen Sex initiieren</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-angst-vor-der-versauten-frau">Die Angst vor der &#8222;versauten&#8220; Frau</h2>



<p>Die Vorstellung, eine Frau könnte ein Verlangen auf Sex haben, ist für viele praktisch nicht existent. Ja, geradezu beängstigend. Hieße das doch, dass Frauen selbstbestimmt Sex haben könnten. Und zwar nicht mehr nur zur Lustbefriedigung ihres Partners, den sie lieben und ehren und dem sie bis an ihr Lebensende die Pantoffeln vor den angewärmten Lesesessel stellen, sondern – setzt euch hin und haltet euch fest – zum <em>eigenen</em> Vergnügen.</p>



<p>Aber doch: Gesellschaftliche Vorstellungen ändern sich, und so darf im Jahr 2023 allmählich auch durchsickern, dass es tatsächlich <em>okay </em>ist, wenn eine Frau viel Sex möchte, dass es nicht unschicklich oder nicht feminin genug ist, sondern einfach <em>normal</em>. Deshalb lasst uns mit den überholten Klischees über Frauen endlich aufräumen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-neue-normal-keine-sex-klischees-mehr">Das neue Normal: keine Sex-Klischees mehr</h2>



<p>Denn: <em>Normal</em> ist alles, was die Grenzen eines anderen nicht überschreitet. Und solange meine Freundin nicht über ihren Partner herfällt, ohne dass er das möchte, ist an ihrem Verlangen nichts verkehrt. Vor allem aber ist daran nichts <em>versaut</em>.</p>



<p>Was bedeutet, dass es nicht nur in Ordnung ist, dass ihr Mann weniger Lust auf Sex hat, sondern dass es auch völlig in Ordnung ist, dass meine Freundin viel Lust hat.</p>



<p>In diesem Sinne prostete ich ihr entschieden mit dem Rotweinglas zu: „Du bist nicht versaut. Du bist einfach nur heiß. Und das darfst du auch sein.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unsere easy Anleitung für sexy Konsens – auch in Langzeitbeziehungen.</title>
		<link>https://happyvagina.de/unsere-easy-anleitung-fuer-sexy-konsens-auch-in-langzeitbeziehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jule]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2023 08:01:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell dir vor, du stehst mit deinem neuen Schwarm nach einem wunderschönen Date vor deiner Haustür. Der Sternenhimmel funkelt über euch, die Grillen zirpen und ihr seht euch lange in die Augen. Dann beugt er sich zu dir und raunt dir ins Ohr „Darf ich dich küssen?“ Gänsehautmoment pur. Und ein super Beispiel für Konsens. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Stell dir vor, du stehst mit deinem neuen Schwarm nach einem wunderschönen Date vor deiner Haustür. Der Sternenhimmel funkelt über euch, die Grillen zirpen und ihr seht euch lange in die Augen. Dann beugt er sich zu dir und raunt dir ins Ohr „Darf ich dich küssen?“ Gänsehautmoment pur. Und ein super Beispiel für Konsens.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-ist-konsens-wichtig">Warum ist Konsens wichtig?</h2>



<p>Er fragt dich und das ist gut so, denn …</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vielleicht war das Date zwar wunderschön, aber du fühlst dich heute nicht nach einem Kuss.</li>



<li>Oder du möchtest ihn erst noch etwas besser kennenlernen.</li>



<li>Oder du hast Angst, er deutet den Kuss als Zeichen dafür, noch weiter gehen zu können.</li>
</ul>



<p>Deshalb ist es wichtig, zu fragen, was du willst.</p>



<p>Schließlich kann er nicht in den Kopf schauen und gerade in intimen Momenten davon auszugehen, dass die andere Person das Gleiche will, ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-ist-einvernehmlichkeit-uberhaupt">Was ist Einvernehmlichkeit überhaupt?</h2>



<p>Das Prinzip, von dem ich hier spreche, nennt sich Konsens (oder auf Englisch consent), und stammt vom lateinischen Wort consensus ab, was Zustimmung oder wechselseitiges Einvernehmen bedeutet.</p>



<p>Früher spielte Einvernehmlichkeit, vor allem in Hinblick auf sexuelle Handlungen, nahezu keine Rolle. Mit gesellschaftlichen Veränderungen und durch diverse Debatten wie z. B. #metoo wurde das Thema immer präsenter. Dennoch achtet immer noch nicht jede:r darauf, die Zustimmung einzuholen, bevor ein (sexueller) Schritt gegangen wird.</p>



<div class='wp_b_newsbox'>
<p class='wp_b_h2'> Mehr Intimität & Nähe – ohne Sex </p><br><p>Vermisst du die Zeiten, in denen Zärtlichkeit und Nähe selbstverständlich waren?  Möchtest du endlich wieder Lust spüren? In seine Arme sinken und ihn küssen – ohne dass es gleich zu mehr führt?  Wie einfach das geht, erfährst du im kostenfreien “Guide zu mehr Nähe und Intimität &#8211; ohne Sxx”.</p><br>
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</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fragen-gehort-im-alltag-zum-guten-ton">Fragen gehört im Alltag zum guten Ton</h2>



<p>Konsens leben wir im Alltag oft ganz selbstverständlich. Wir bringen dem Nachbarn sein Paket und fragen: „Darf ich hereinkommen?“ Wir bleiben auf ein kurzes Gespräch in seiner Wohnung und bewundern einen besonderen Zauberwürfel auf seinem Sideboard. „Darf ich den mal anfassen?“, fragen wir höflich. Im täglichen Miteinander wahren wir die Grenzen des anderen. Warum handhaben wir das in anderen Bereichen nicht genauso?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wo-konsens-haufig-im-alltag-fehlt">Wo Konsens häufig im Alltag fehlt</h2>



<p>Wir müssen dringend weg davon, Dinge als selbstverständlich anzunehmen, die das eigentlich gar nicht sind. Und das trifft auf so vieles mehr zu als nur beim Sex:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kleinen, fremden Kindern streicht man nicht einfach über die Wange, man fragt.</li>



<li>Einer schwangeren Person fasst man nicht ungefragt an den Bauch, man fragt.</li>



<li>Den Hund, mit dem jemand Gassi geht, fasst man nicht einfach an, man fragt.</li>



<li>Den Afro einer unbekannten Person fasst man nicht einfach an, man fragt.</li>
</ul>



<p>Gerade im zwischenmenschlichen Bereich kommt es sehr oft vor, dass wir die Grenzen nicht wahren. Durch unüberlegte Handlungen übertreten wir eine Grenze und verletzen den Schutzraum einer großen, kleinen, schwangeren oder fremden Person. Zu fragen, kostet nichts. Einfach drauflos zu grapschen kostet leider schon etwas: nämlich das Vertrauen oder die Selbstbestimmtheit des oder der anderen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fragen-als-romantik-killer">Fragen als Romantik-Killer?</h2>



<p>Geht es um Sex, Zärtlichkeit oder Intimität, kommt oft als Gegenargument zum Konsens: Das ist nicht romantisch, das ist zu wenig spontan, das ist nicht sexy.</p>



<p>Perspektivwechsel gefällig? Es kommt nur darauf an, wie man es macht. Denkt an die gehauchte Frage zu Beginn des Textes. Und an den daraus entstehenden Gänsehautmoment. Konsens kann durchaus romantisch, sinnlich, spontan und sehr sexy sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-funktioniert-konsens-konkret">Wie funktioniert Konsens konkret</h2>



<p>Bei allen sexuellen Handlungen solltest du vorher ein Okay einholen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Küssen</li>



<li>Intime Stellen berühren</li>



<li>Eindringen</li>



<li>Sexuelle Praktiken</li>



<li>Sex-Toys</li>
</ul>



<p>Das klingt auf den ersten Blick vielleicht nach viel, ist aber letztlich nur eine Sache der Gewohnheit.</p>



<p>Stell dir folgende Fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie würde ich gerne gefragt werden?</li>



<li>Wie kann ich es romantisch, wild, sexy, leidenschaftlich sagen?</li>



<li>Mit welchen Körpersignalen kann ich fragen oder zustimmen?</li>
</ul>



<p>Wenn du unsicher bist, frage deine:n Freund:innen, was sie/er sich wünschen würde und lasse dich inspirieren.</p>



<p>Und entspann dich: Es ist noch kein(e) Konsens-Meister(in) vom Himmel gefallen</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-meine-konsens-inspirationen-fur-dich">Meine Konsens-Inspirationen für dich</h2>



<p>Du kannst eine Frage stellen: „Darf ich dir dein T-Shirt ausziehen?“</p>



<p>Du kannst aber auch einen Wunsch äußern: „Ich würde dich gerne nackt sehen“.</p>



<p>Beides kann sehr erregend und anheizend sein und muss keinesfalls die Stimmung zerstören.</p>



<p>Du kannst deine Kommunikation individuell der Sex-Situation anpassen. Geht es gerade hitzig zwischen euch her, wirst du vermutlich anders kommunizieren, als während eines super romantischen, liebevollen Augenblicks. Dein Wunsch oder deine Frage können dementsprechend beispielsweise ein sanftes Ins-Ohr-Raunen oder leidenschaftlich gestöhnte Worte sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-alternative-arten-konsens-einzuholen">Alternative Arten Konsens einzuholen</h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gesprach-uber-sex">Gespräch über Sex</h3>



<p>Aber keine Sorge. Auf Konsens zu achten, heißt nicht, dass du während des Sexes die ganze Zeit reden musst. Konsens kann nämlich auch vorab erteilt oder erfragt werden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du kannst vor dem Sex besprechen, was für Praktiken erwünscht sind und welche nicht.</li>



<li>Genauso, wie welche Zonen nicht berührt werden dürfen und</li>



<li>Was gar nicht gefällt und No-Gos sind.</li>
</ul>



<p>Zu viel Scham? Dann spielt doch einfach <a href="https://happyvagina.de/so-sprichst-du-als-paar-ueber-sex-ohne-scham-und-peinlichkeit-nackt-kartenset-beherzt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dieses Kartenspiel </a>miteinander, um euch sexuell besser kennenzulernen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-nonverbaler-konsens">Nonverbaler Konsens</h3>



<p>Je besser man sich kennt und je vertrauter man miteinander umgeht, desto besser kann man auch nonverbale Signale deuten.</p>



<p>Dann reicht auch oft eine Geste aus, um anzudeuten, dass man etwas will oder nicht will. Du kannst z. B. ganz sanft die Hand deines Gegenübers nehmen und in Richtung deiner intimen Stellen lenken, weil du dort berührt werden möchtest. Dann kann die andere Person immer noch entscheiden, ob sie dich dort berühren will.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-safe-words-aus-dem-bdsm">Safe Words aus dem BDSM</h3>



<p>Du kannst Safe Words oder andere Signale aus dem BDSM in dein Liebesspiel übernehmen, um Konsens herzustellen. <a href="https://happyvagina.de/grenzen-beim-sex/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lies dazu mehr hier.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-konsens-in-langzeitbeziehungen">Konsens in Langzeitbeziehungen</h2>



<p>Ich persönlich bin ein großer Fan davon, auch in Langzeitbeziehungen Konsens zu leben. Leider erlebe ich oftmals das Gegenteil. Während sie am Herd steht, wird ihr von hinten ungefragt an die Brüste gefasst. Selbst, wenn es vom Liebsten kommt, sorgt es oft für Wut, Unverständnis, Zorn – und letztlich für Vertrauensverlust, was zu Lustlosigkeit führt.</p>



<p>Fragen kann helfen. „Hast du Lust zu schmusen?“, „Darf ich dich berühren?“, oder einfach nur „Hast du gerade Zeit“ hilft solche – für beide – unangenehme Situationen zu vermeiden. Du denkst jetzt vielleicht: „Das wird ja total unromantisch, wenn ich dauernd fragen muss.“ Finde ich nicht. Wenn mir jemand ins Ohr raunt: „Darf ich dich küssen?“, „Darf ich dein T-Shirt ausziehen“ oder „Ich möchte dich nackt sehen“. Dann bekomme ich Gänsehaut, wie bei der Netflix-Serie „Bridgerton“. Romantisch und sexy finde ich das.</p>



<p>Mehr zum Thema <a href="https://happyvagina.de/gute-beziehung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Was macht eine gute Partnerschaft aus?&#8220; findest du hier</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ubung-macht-den-die-konsens-meister-in">Übung macht den/die Konsens-Meister:in</h2>



<p>Das Ganze ist natürlich erstmal Gewöhnungssache. Wahrscheinlich fühlt sich nicht nur das Fragen, sondern auch das Äußern von Bedürfnissen (und dazu zählt eben auch, wenn man etwas nicht will) zunächst ungewohnt an. Doch mit der Zeit kommt die Routine und damit die Leichtigkeit. Versprochen.</p>



<p>Konsens ist auch eine Möglichkeit, dich und dein Gegenüber näher kennenzulernen. Wenn du erst einmal in Erfahrung gebracht hast, ob dein:e Partner:in diese eine Sache gerade wirklich möchte, weißt du mit Sicherheit, dass ihr beide darauf Lust habt, und er oder sie nicht einfach nur mitmacht.</p>



<p>Außerdem zeigst du so, dass du dein Verlangen nicht über das Wohlbefinden deines Gegenübers stellst, und drückst aus: Es ist ok, wenn etwas nicht ok ist.</p>



<p>Und das vielleicht Wichtigste: Ja, auch Frauen dürfen nach Zustimmung fragen, und Männer dürfen genauso Nein sagen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>5 Fakten zu Fantasien bei Frauen</title>
		<link>https://happyvagina.de/4-fakten-warum-heisse-fantasien-okay-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jule]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 05:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erotik für Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fantasien sind nichts, wofür Frau sich schämen muss. Selbst, wenn sie manchmal krass sind. Ich sitze im Büro und sehe unseren gut aussehenden neuen Chef an mir vorbeigehen. Etwas an seinem Blick jagt mir einen wohligen Schauer über den Rücken und meine Brustwarzen werden hart. Was dieser Mann wohl alles mit mir anstellen könnte? Mir [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Fantasien sind nichts, wofür Frau sich schämen muss. Selbst, wenn sie manchmal krass sind.</strong> </p>



<p>Ich sitze im Büro und sehe unseren gut aussehenden neuen Chef an mir vorbeigehen. Etwas an seinem Blick jagt mir einen wohligen Schauer über den Rücken und meine Brustwarzen werden hart. Was dieser Mann wohl alles mit mir anstellen könnte? Mir wird heiß und plötzlich geht meine Sexfantasie schamlos mit mir durch … Ich stelle mir vor, dass er mich ruft in sein Büro ruft, mein Nein nicht akzeptiert, sondern mich hart auf dem Schreibtisch nimmt.</p>



<p>Das Telefon klingelt und holt mich in die Realität zurück. Ich bin erschrocken über mich selbst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-heisse-fantasien-im-weiblichen-alltag">Heiße Fantasien im weiblichen Alltag</h2>



<p>Nicht nur, dass er mein Chef ist. Nein, auch die Dinge, die ich mir mit ihm vorgestellt habe, lassen mich erröten. Denn im echten Leben würde ich nie wollen, dass mich jemand gegen meinen Willen nimmt. Ich sinke tiefer in meinen Bürostuhl, versuche mich wieder auf meine Arbeit zu konzentrieren – doch es klappt nicht. Ich schäme mich für meine Fantasie.</p>



<p>Weitere spannenden Artikel:</p>



<p><a href="https://happyvagina.de/erotik-fuer-frauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erotik für Frauen &#8211; alles für die Luststeiger</a></p>



<p><a href="https://happyvagina.de/sex-fantasien-oh-my-fanstasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sexfantasien aus dem Schuhkarton</a></p>



<p><a href="https://happyvagina.de/wie-erzaehle-sex-fantasien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">So teilst du deine Sexfantasien mit</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-1-harte-fantasien-kommen-haufig-bei-frauen-vor">1. Harte Fantasien kommen häufig bei Frauen vor</h2>



<p>Laut der Psychologin Terri Fisher denken Frauen im Schnitt täglich 19 Mal an Sex – also fast jede Stunde. Und im Gegensatz zu Männern, die sich vor allem durch visuelle Reize anturnen lassen, spielt hingegen bei Frauen das Kopfkino eine große Rolle – und das geht häufig über Blümchensex hinaus und zeigt schamlose Sexfantasie in bester Kinoqualität.</p>



<p>Professor Brett Kahr (Autor des Buches „Sex im Kopf“) fand in einer Studie die beliebtesten Sexfantasien heraus.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Rund 25 Prozent der Frauen haben sadomasochistische Vorstellungen, in denen es um Dominanz und Unterwerfung geht – und das sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.</li>



<li>22 Prozent der Frauen finden es erregend, sich beim Sex von anderen erwischen oder gar beobachten zu lassen.</li>



<li>28 Prozent der Frauen stellen sich regelmäßig einen flotten Dreier vor, ein kleinerer Teil davon sogar Orgien mit mehreren Personen.&nbsp;</li>



<li>7 Prozent fantasieren davon, ihre:n Partner:in den Hintern zu versohlen (Spanking)&nbsp;</li>



<li>13 % träumen davon, selbst Hiebe abzubekommen.</li>



<li>Fast jede betrügt gedanklich ihre:n Partner:in: 90 % stellen sich vor, Sex mit jemandem anderen, als dem eigentlichen Partner oder der eigentlichen Partnerin zu haben.&nbsp;</li>



<li>Und in 40 % der Fälle handelt es sich dabei um Arbeitskolleg:innen.</li>
</ul>



<div class='wp_b_newsbox'>
<p class='wp_b_h2'> Mehr Intimität & Nähe – ohne Sex </p><br><p>Vermisst du die Zeiten, in denen Zärtlichkeit und Nähe selbstverständlich waren?  Möchtest du endlich wieder Lust spüren? In seine Arme sinken und ihn küssen – ohne dass es gleich zu mehr führt?  Wie einfach das geht, erfährst du im kostenfreien “Guide zu mehr Nähe und Intimität &#8211; ohne Sxx”.</p><br>
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</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-2-fantasien-werden-mit-der-zeit-tabuloser">2. Fantasien werden mit der Zeit tabuloser</h2>



<p>Laut Kahr werden die Sexfantasien außerdem mit der Zeit immer tabuloser. So fantasieren wir heute über Dinge, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären, Beispiel: Analverkehr.</p>



<p>Und klar, unsere Gesellschaft wird zwar immer offener, überall findet man Sexualität: sei es in der Werbung, in Büchern, im Fernsehen … Sex ist überall. Trotzdem bleiben Sexfantasien oftmals noch von Scham begleitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-3-woher-kommt-bei-frauen-die-scham">3. Woher kommt bei Frauen die Scham?</h2>



<p>Während meiner Mittagspause grüble ich über meine Scham nach. Klar, die heiße Fantasie mit meinem Chef war nicht ganz konventionell. Vielleicht hätte ich sie mir auch für zu Hause aufheben sollen, aber waren das wirklich Gründe, sich zu schämen?</p>



<p>Sexualtherapeutin Sandra Gathmann sieht in dieser Scham vor Sexfantasien zunächst mal nichts Schlechtes, sondern ganz einfach eine Schutzfunktion. So zeigt ein Tabu gewisse Werte oder eine Identität auf, die ich entwickelt habe. Möchte ich dieses Tabu nun übertreten, schützt mich die Scham zunächst davor, meine verinnerlichten Werte zu verraten. In diesem Fall muss ich erneut abwägen, ob das Tabu für mich immer noch existiert, oder ob sich mein Horizont erweitert, und gewisse Grenzen sich für mich verschoben haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-angst-vor-grenzuberschreitung">Angst vor Grenzüberschreitung</h3>



<p>Die Scham ergibt also Sinn, wenn ich Grenzen überschreite. In meiner Fantasie tue ich das jedoch nicht wirklich. Plötzlich geht mir ein Licht auf, denn genau das ist der Punkt: In Echt würde ich bestimmte Fantasien niemals tun. Das ist aber noch lange kein Grund, es in meiner Vorstellung ebenfalls nicht zu wollen. Das Gute an meiner Fantasie ist doch: Dort kann ich tun, was ich will.</p>



<p>Die Scham, die sich aufbaut, ist vermutlich auch darin begründet, dass man Angst hat, man würde sich diese Grenzüberschreitungen ebenfalls in der Realität wünschen. Man denkt, man wäre pervers. Hätte versteckte gefährliche Wünsche, zweifelt an der eigenen Zurechnungsfähigkeit etc. Doch keine Sorge: Fantasie ist nicht gleich reale Welt. Egal was man in der Fantasie möchte, es heißt nicht, dass man das im Sexleben wirklich erleben will.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fantasien-vs-realitat">Fantasien vs. Realität</h3>



<p>Fantasie ist im Gegensatz zur Realität ein Safe Space. Wir entscheiden, wer, wann, wie und wo eindringen (im doppeltem Sinne) und was (er oder sie) dort machen darf. In diesem Safe Space ist erlaubt, was gefällt – und anturnt.</p>



<p>Alles, was sich in unserer Fantasie gut anfühlt, sei es Sex, mit dem Vorgesetzten, in der Öffentlichkeit, mit Schmerzen oder unkonventionellen Praktiken, fühlt sich in unserem Kopf natürlich ganz anders an, als im wahren Leben.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dir tut dabei nichts weh</li>



<li>Du bist für dich (auch wenn in der Fantasie vielleicht viele Menschen zusehen oder mitmachen)</li>



<li>Dir ist nichts peinlich</li>



<li>Du bist sicher. Selbst wenn jemand etwas gegen deinen Willen in deiner Fantasie macht, bist es letztendlich doch du, die die Fäden in der Hand hält.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-4-erlaubt-ist-was-frau-im-kopf-spass-macht">4. Erlaubt ist, was Frau im Kopf Spaß macht</h2>



<p>In unserer Fantasie können wir jederzeit abbrechen, vor- und zurückspulen, Teile auslassen oder mit nur einem Gedanken das komplette Szenario ändern. Und so kann uns etwas, was sich im echten Leben schmerzhaft, erniedrigend, beängstigend oder unangenehm anfühlt, in unserer Fantasie durchaus den geilsten Orgasmus bescheren.</p>



<p>Es gibt also keinen Grund, sich für seine Fantasien zu schämen. Es ist erlaubt, was Spaß macht. Wichtig ist nur, dass wir zwischen einem Theaterstück im Kopf und der Realität unterscheiden.</p>



<p>Und nun muss ich mich entschuldigen. Mein Chef wartet …</p>
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		<title>Schluss mit Vulva-Shaming. So findest du einen Namen für &#8222;untenrum&#8220;</title>
		<link>https://happyvagina.de/schluss-mit-vulva-shaming-so-findest-du-einen-namen-fuer-untenrum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jule]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 05:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vagina]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Da unten”, “untenrum” oder “sie” &#8211; Frauen haben oft keine Bezeichnung für ihren Intimbereich. Warum Vulva Shaming nicht gut für das Selbstbewusstsein ist und wie man einen Namen findet, erklärt unsere Autorin Jule. Als ich mit meiner besten Freundin kürzlich bei einem Glas Wein saß und den Lobeshymnen über ihren neuen Lover lauschte, sagte sie [&#8230;]</p>
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<p><strong>&#8222;Da unten”, “untenrum” oder “sie” &#8211; Frauen haben oft keine Bezeichnung für ihren Intimbereich. Warum Vulva Shaming nicht gut für das Selbstbewusstsein ist und wie man einen Namen findet, erklärt unsere Autorin Jule.</strong></p>



<p>Als ich mit meiner besten Freundin kürzlich bei einem Glas Wein saß und den Lobeshymnen über ihren neuen Lover lauschte, sagte sie etwas, was mich sprachlos machte: „Er macht genau das, was ich <em>da unten</em> so mag.“</p>



<p>Nach diesem Satz folgte ein verschämter Blick ihrerseits. Und ein fragender meinerseits. Am liebsten hätte ich mich zu ihr gebeugt und sie verständnislos gefragt:</p>



<p>WO<em> unten</em>?“</p>



<p>Im Erdgeschoss?</p>



<p>Im Keller??</p>



<p>Oder etwa noch tiefer: In der Hölle???</p>



<p>Natürlich war mir klar, was sie mit <em>da unten </em>meinte. Nur war mir nicht klar, warum sie es so sagte, als sei es etwas Verbotenes? Warum sie Vulva Shaming betreibt?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-scham-vor-dem-intimbereich">Die Scham vor dem Intimbereich</h2>



<p>Alles auf der Welt hat einen Namen. Alles, was wir kennen, ja selbst alles, was wir uns ausgedacht haben oder von dessen Existenz wir noch nicht genau wissen. Es gibt Zauberer wie Harry Potter, es gibt Hobbits, es gibt die String-Theorie. Und obwohl es diese Dinge nicht gibt (oder der Beweis dafür noch aussteht), und sie einfach nur der Fantasie (oder Genialität) eines Menschen entsprungen sind, ist es uns keineswegs peinlich, darüber zu reden. Nein, es gibt sogar Menschen, die Debatten über Hobbits oder Harry Potter führen, als wären diese real.</p>



<p>Aber ist es fair, dass ein Hobbit zwar einen Namen hat, der ohne weiteres ausgesprochen werden kann, aber nicht das weibliche Lustzentrum?</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-vielen-namen-der-pussy">Die vielen Namen der Pussy</h2>



<p>Wobei es ja nicht so ist, als gäbe es keinen Namen. Nein – sie hat einen Namen, um genau zu sein hat sie verdammt viele Namen.</p>



<p>Je nachdem, welchen Teil wir bezeichnen wollen, gibt es da beispielsweise Vulva (außen) und Vagina (innen). Es gibt übergreifende Begriffe wie Pussy, Muschi, Möse oder Yoni, die nicht genauer beschreiben, welchen Teil des weiblichen Geschlechts sie meinen, und somit vielseitig verwendet werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-darum-ist-der-begriff-scheide-out">Darum ist der Begriff “Scheide” out&nbsp;</h2>



<p>Manche sprechen auch von ihrer Fotze und meinen das ganz und gar nicht abwertend. Etwas veraltet und möglicherweise nicht mehr ganz der Zeit dienlich, aber doch sehr bekannt ist der Begriff der Scheide. Der Begriff Scheide bedeutet jedoch: Behälter für Klingenwaffen. Also ehrlich, welche Frau will die Aufgabe ihres Tempels erst durch einen Penis erfüllt sehen?&nbsp;</p>



<p>Doch es gibt auch Neologismen. Um beispielsweise das „Problem“ zu umgehen, dass für außen und innen zwei verschiedene Begriffe gebraucht werden, kann man diese auch zusammenfügen und mit Vulvina einfach beides meinen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schluss-mit-scham-lippen">Schluss mit Scham(lippen)</h2>



<p>Neben diesen Neuschöpfungen versucht man außerdem, bestimmte Begriffe umzudeuten. Wie z. B. den „Schambereich“, denn: Es gibt dort nichts, wofür wir uns schämen sollten. Aus den Schamlippen werden also Vulvalippen, aus dem Schambein der Venushügel und aus dem Schambereich einfach Lustzentrum. </p>



<p>Kurzum, “sie” hat viele Namen. Und sie hört auf fast alle. Nur bin ich mir ziemlich sicher, auf „<em>da unten</em>“ hört sie nicht.</p>



<p><strong>Weiter spannende Texte zum Thema</strong></p>



<p>Die vielen Namen der Muschi</p>



<p><a href="https://happyvagina.de/die-vagina/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deine Vagina &#8211; das unbekannte Wesen</a></p>



<p><a href="https://happyvagina.de/die-klitoris/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Königin Klitoris &#8211; eine Ode an die Freude</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vulva-shaming-macht-sprachlos">Vulva Shaming macht sprachlos</h2>



<p>Kann ein Körperteil wirklich so beschämend sein, dass man es nur mit der ungefähren Richtung benennen kann, in der es sich befindet? Ist es wirklich so schlimm, ihr einen eigenen Namen zu geben?</p>



<p>An dieser Stelle ein Zitat aus Harry Potter: „Angst vor einem Namen macht nur noch größere Angst vor der Sache selbst“. Hintergrund ist, dass in dem Fantasy-Roman nahezu niemand den Bösewicht Lord Voldemord bei seinem Namen nennt. Stattdessen ist er bekannt als: „Der, dessen Name nicht genannt werden darf“.</p>



<p>Und auch, wenn diese magische Welt nur ausgedacht ist, steckt in diesen Zeilen doch sehr viel Wahres. Wir sollten uns diese Worte lieber zu Herzen nehmen, um nicht demnächst noch von „der, deren Name nicht genannt werden darf“ zu sprechen, wenn wir eigentlich unser Lustzentrum meinen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-woher-kommt-vulva-shaming">Woher kommt Vulva Shaming?</h2>



<p>Doch woher kommt diese Scham vor der Vulva? Ich gehe mal davon aus, dass sich meine Freundin nicht vor mir schämt, immerhin teilen wir so viele Geheimnisse und Peinlichkeiten miteinander. Wenn das Problem also nicht bei unserer Freundschaft liegt, dann muss es tiefer gehen. (Tiefer als <em>da unten</em>.) Dann bedeutete das, dass sie sich nicht vor mir schämte – sondern vor sich selbst.</p>



<p>Was macht so ein Verhalten mit unserer Selbstliebe? Wie können wir selbstbewusst und mit hocherhobenem Haupt durch die Welt gehen, wenn wir einen so wichtigen Teil von uns als etwas betrachten, wofür man sich schämen muss? Wie kann ich verlangen, dass andere mich akzeptieren, wenn ich das selbst nur bis zum Nabel tue?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-findest-du-dein-vulva-wort">Wie findest du dein Vulva-Wort?</h2>



<p>Ich glaube fest daran, dass wir erst lernen müssen, uns selbst richtig zu lieben, bevor wir das von anderen verlangen können. Auch deshalb, um unseren Selbstwert nicht von anderen abhängig zu machen.</p>



<p>Das Lustzentrum hat viele Namen und die sollten wir aussprechen können. Denn leider kann sie nicht für sich selbst sprechen – und so müssen wir das übernehmen.</p>



<p>Egal, welchen Begriff du für dich selbst wählst, sei es Vulva und Vagina, sei es Mumu, Muschi, oder etwas Härteres, wie z. B. Fotze – solange du dich selbst damit wohlfühlst, ist alles erlaubt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stolz-statt-scham">Stolz statt Scham</h2>



<p>Und wenn du noch keinen Begriff hast? Dann suche dir einen aus. Stell dich täglich einmal vor den Spiegel und sprich diesen Namen aus. Nur vor dir, in deinem Safe Space. Fühl in dich rein, ob es der passende Name für dich ist. Übe, die Scham und Unsicherheit auszuhalten, bis sie vergeht. Mach dir nichts draus, wenn es ein bisschen dauert, bis du Mumu oder Pfötzchen locker über die Lippen kriegst, immerhin ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen.</p>



<p>Auch ich habe eine Weile gebraucht, bis ich ohne Scham über mein Lustzentrum sprechen konnte. Doch so wurde aus meinem Schambereich endlich ein Stolzbereich.</p>
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