Gerne denke ich an diesen Moment zurück, als mich dieser große, schöne Grieche, den ich schon so lange kannte, in einem Berliner Nachtclub, an sich zog und mich küsste. Für einen Moment hatte ich das Gefühl, wir wären in einer Blase. Weder habe ich die Musik gehört, noch andere Menschen um mich herum wahrgenommen. Es gab nur ihn und mich. Ich habe keine Ahnung, ob der Kuss zehn Sekunden oder zwei Minuten gedauert hat. Die Zeit stand still.

Das war der beste Kuss meines Lebens. Es blieb bei diesem einen Mal, aber ich erinnere mich gerne daran. Denn Küssen ist großartig. Ich küsse, knutsche, bussle, schnäble und liebkose wahnsinnig gerne. Dabei ist es mir egal, welches Geschlecht oder sexuelle Orientierung jemand hat. Wenn er, sie oder es mir gefällt, will ich ihn, sie oder es knutschen.

Frauen küssen weicher

Da habe ich Katy Perry für ihr „I kissed a girl and I liked it“ gefeiert. Dann ja, Frauen küssen ist herrlich. In der Regel sind ihre Küsse weicher und sinnlicher. Mit meinen schwulen Freunden macht küssen vor allem Spaß, da es nur ums Knutschen geht. Mit schwulen Jungs können Frauen völlig unverfänglich rumknutschen. Weiter geht es nur in den seltensten Fällen (was natürlich auch sehr schade sein kann).

Mit einem heißen Typ ist hemmungslos küssen das allerbeste Vorspiel. Wenn ein Mann (oder auch eine Frau) gut küssen kann, wird meine Muschi zwangsläufig sofort feucht. (Wie du außerdem noch in deine Lust kommst, liest du hier) Und dann will ich auch mehr. Küssen ist außerdem ein guter Test, ob jemand im Bett kompatibel ist. Wenn unsere Lippen sich verstehen, tun es in den meisten Fällen auch unsere Genitalien. Wenn das Knutschen schon Mist ist, wird es der Sex auch sein. In diesem Fall nix wie weg. (Mehr dazu hier.) Aber wir sollten auch aus ganz anderen Gründen noch sehr viel öfter unsere Lippen aufeinanderpressen.

Küssen ist gesund

Denn küssen, macht nicht nur einfach Spaß. Es ist auch gesund. Kaum treffen sich die Lippen zweier Menschen, werden über 100 Millionen Nervenzellen aktiv und Botenstoffe ins Gehirn geleitet. Das setzt einen regelrechten körpereigenen Drogencocktail frei. Neurotransmitter und Glückshormone wie Serotonin, Adrenalin und Endorphine überfluten uns. Das Herz schlägt schneller, der Puls steigt, Blutdruck und die Körpertemperatur gehen nach oben. Ein Kuss setzt den Körper unter positiven Stress bzw. baut negativen Stress ab, entspannt und fördert gute Laune.

Im ersten Moment mag es ekelig klingen, aber bei jedem Kuss werden etwa 4000 Bakterien ausgetauscht. Küssen regt den Speichelfluss an und dadurch werden antimikrobielle Enzyme im Mund frei. Sie sollen vor Karies und Parodontose schützen. Außerdem wird durch den Austausch von Bakterien das Immunsystem angeregt und gestärkt. So wirkt Küssen wie eine kleine Impfung.

Wir verbrennen beim Küssen außerdem pro Minute 12 Kalorien. Es stärkt das Immunsystem und lässt uns langsamer altern. Also ist knutschen für mich nicht nur die schönste Diät, sondern auch das aufregendste Anti-Aging-Mittel.

Und nun noch ein paar Fun Facts zum Thema Küssen:

Der längste Kuss dauerte laut dem Guinness Buch der Rekorde 58 Stunden, 35 Minuten und 58 Sekunden.

In Japan gibt es statt Knutschen bei Teenagern den Trend des Eyeball Licking. Dabei lecken die Liebenden sich mit der Zunge über das geöffnete Auge. Na, wer es braucht. Ärzte warnen jedoch vor Bindehautentzündung.

Im US-Bundesstaat Michigan ist es per Gesetz verboten, seine Frau sonntags zu küssen.

In Frankreich ist es hingegen verboten, sich auf Bahnübergängen zu küssen.