Ich hatte das große Vergnügen unsere Gastautorin Katja Niedermeier bei einer Lesung zu ihrem Buch „Karma Business“ zu erleben und war begeistert. „Wir ernten, was wir säen. Das gilt auch im Business“, sagte Katja. Das Prinzip von Ursache und Wirkung macht auch vor dem Geschäftsleben nicht Halt. In ihrem Buch erklärt Katja, warum Erfolg zwar im Kopf beginnt, jedoch nur dann von Dauer ist, wenn auch das Herz eine Rolle spielt. Hier erzählt sie nun, inwieweit „Karma Business“ auch ihre Weiblichkeit verändert hat. 

Hätte ich im Jahr 2001, also zu Beginn meiner Selbstständigkeit, etwas über Karma Business gewusst, wäre mir manches erspart geblieben. Mein Alltag als PR-Managerin für die Musikbranche bestand zum Teil aus mir unangenehmer Auftragsakquise und teils aus bizarren Honorarverhandlungen, die mich nicht selten an einen Flohmarkt erinnerten. Manchmal hätte ich gern gefragt, ob mein potenzieller Auftraggeber, die von mir angebotene Dienstleistung, nicht vielleicht gleich ganz kostenlos bekommen möchte?

Außerdem war es immer wieder erforderlich, dass ich in diesem Job „meinen Mann stehe“. Nein wirklich, schön war das für mich zarte Pflanze nicht. Wenn etwas schief ging, nahm ich es mir ewig lange zu Herzen. Wenn ich statt einer 6-Seiten-Story nur 4 Seiten platzieren konnte, ging ich streng mit mir ins Gericht, bevor es andere taten. Und wenn ich nach einer Promo-Reise mit der Künstler*in lange brauchte, um wieder ins Tagesgeschäft hinein zu kommen, fühlte ich mich wie ein Alien.

Ich geizte mit Herzblut

Ich bin hochsensibel, und genau das machte es mir zunehmend unmöglich weiterhin so zu agieren, wie ich und andere es bisher von mir erwarteten. Ich war Tag ein, Tag aus damit beschäftigt, Dinge zu tun, die mich nicht (mehr) begeisterten und etwas anzupreisen, das mich nicht (mehr) vom Hocker riss. Ich geizte mit Herzblut, wurde richtig gut darin, mich über Nichtigkeiten zu echauffieren und ertappte mich, wie ich „Wow – großartig!“ sagte, als ich in Wirklichkeit „Pffff – öde“ dachte.

Meine Auftragslage war zwar immer gut, doch die Honorare sanken. Mehr Aufträge anzunehmen, wäre notwendig gewesen, doch kam dies für mich nicht infrage, weil mich das Mehr an Arbeit und Druck vollends ausgelaugt hätte. Gleichzeitig ergaben sich auf privater Ebene Situationen, die massiv an mein finanzielles Polster gingen. Schließlich war dann da dieser eine Abend, wo ich mit Kloß im Hals vor meinem Rechner saß und zwei Worte googelte: Insolvenz anmelden. Ich war für meinen Geschmack einfach zu tief ins Minus gerutscht. Allerdings ließ ich mich bei dieser bedrückenden Online-Recherche ablenken und stieß auf einen Link, bei dem es um „karmische Erfolgsprinzipien“ ging.

Mich dürstete es schon lange nach alltagstauglicher Spiritualität, Stille und Tiefgang. Aber bitte ohne dabei auf Erfolg und Cash-Flow verzichten zu müssen! War das möglich? Das Buch „Der Diamantschneider“ zeigte es mir.

Ich wollte nun erfahren, was es bedeutet, die 5 karmischen Erfolgsprinzipien „Freude“, „Klarheit“, „Mitgefühl“, „Freigiebigkeit“ und „Leerheit“ in den Job zu integrieren und traf die erste große Entscheidung: keine PR-Arbeit mehr. Der nächste Auftrag, der mir angeboten wurde, lehnte ich ab und empfahl eine Kollegin, die ich zuvor als Konkurrentin gesehen hatte. Für einen Moment zweifelte ich an meinem Verstand, doch noch in derselben Woche bekam ich drei hoch dotierte Anfragen für Interviewtrainings (ein Coaching-Service, den ich immer nur nebenbei angeboten hatte). Ich nahm mir vor, alles, was ich tat, mit Freude und Dankbarkeit zu tun. Konnte ich beides nicht empfinden oder hervorrufen, blieb ich so lange untätig, bis mir wieder ein Grund zur Freude einfiel. Eine Frage der Übung und der Technik wie sich herausstellte. Ich hörte auf, Konkurrenz als solche zu betrachten, sondern begriff, dass für uns alle genügend Kundschaft da ist, wenn wir uns als gegenseitige Ergänzung und Bereicherung verstehen und nicht etwa als Ersatz für einander.

Geben und Bekommen

Ich sah plötzlich in jedem Lebewesen eine wirklich wertvolle und schützenswerte Kreatur und begann mich für einen veganen Lebensstil zu begeistern. Und schlussendlich hielt ich es an einem Tag wie Sterntaler und steckte meinen letzten „Zwanni“ einem Obdachlosen zu, obschon noch mächtig viel Monat übrig war. Das Ergebnis: Noch am selben Tag traf ich eine alte Bekannte, die mich zum Lunch einlud, kurzerhand einen Termin für ein Energiearbeit-Coaching bei mir buchte und mich seither in ihrem Netzwerk weiterempfiehlt. Ich habe aufgehört, Situationen und Personen zu beurteilen, sondern sehe sie als „leer“ an, um dem positiven Potenzial in ihnen eine Chance zu geben.

Türen öffnen sich

Neues entwickelte sich. Türen öffneten sich. Nicht nur Türen, sondern auch mein Herz! DAS war es, was ich all die Jahre vermisst hatte: helfen, unterstützen, lehren – ohne mich cooler, taffer und geselliger geben zu müssen, als ich es bin. Ich lernte Neues – nicht zuletzt über mich selbst. Ich entdeckte eine Gabe, die mir bis dahin peinlich und hinderlich erschien: Hochsensitivität. Das „Sensibelchen“ in mir, die „Mimose“, die ich immer habe vor anderen verbergen wollen, durfte nun zum Vorschein kommen und mich bei meiner Arbeit unterstützen und beflügeln.

Und noch etwas kam zum Vorschein: Weiblichkeit. Mädchenhaftigkeit. Ich erlernte die wundervolle Fähigkeit, zu empfangen, ohne sofort etwas zurückgeben zu müssen. Zartheit und Verletzlichkeit sind heute zwei meiner Tugenden und stellen keine Hindernisse mehr dar. Meine Intuition und meine Hellsinne schärfen sich und meine Rücksicht auf mich selbst vergrößern sich. Ich trage mein Haar häufiger offen und bevorzuge Gold statt Silber, was früher umgekehrt der Fall war, und bei meiner Kleidung unterscheide ich nicht mehr zwischen Business und privat.

Karma Business als Erfolgsmodel

Als spiritueller Business Coach sorge ich heute dafür, dass sich meine Klientinnen gestärkt, geklärt und ermächtigt fühlen. Ich verhelfe ihnen mit „Karma Business“ zu einem nährenden, tragenden Sockel für ihr Geschäft, zu selbstsicherer Ausstrahlung und räume ihnen mit Energiearbeit den Weg frei für geschäftlichen Erfolg. DAS sind heute meine persönlichen Pauken und Trompeten und ich könnte nicht dankbarer sein.

Heute empfange ich mit weit geöffnetem Herzen so lange, bis ich überlaufe und freigebig von meinem Haben abgeben kann. Und ich passe gut darauf auf, dass meine Quelle der Weiblichkeit nicht versiegt.

Katja Niedermeiers drittes Buch „Karma Business“ ist gerade erschienen und gibt kurz und bündig Überblick, wie man sein Business nach karmischen Regeln aufbauen kann. Außerdem gibt sie Workshops, die ich sehr empfehlen kann. Auch ihre geschlossene Facebook Gruppe „Magic Karma Business“ ist ein Ort der Inspiration.

 

KARMA BUSINESS: k-acht.com/K8-workshop-karma-business-extended/

K-ACHT: www.k-acht.com

FACEBOOK: www.facebook.com/K8KarmaBusiness