Theater, Theater! Die Performance LUST wurde bereits in Hannover und Hamburg aufgeführt und ist nun in Berlin zu Gast. Vom 16.-18. März dreht sich im modernen Theaterdiscounter alles rund um „sexuelle Biographien und unerhörte Phantasien von Frauen.“

Die Regisseurin Anja Kerschkewic arbeitet seit 2014 zusammen mit der Theaterwissenschaftlerin Eva Kessler an dem Projekt Frauen und Fiktion, um auch im Theater alternative Entwürfe von Frau-Sein aufzuzeigen. Mit dem Stück LUST geben sie nun der Lust von Frauen eine Bühne.

Eine Bühne, zwei Frauen, eine Matratze

In witzigen Anekdoten erzählen die beiden Schauspielerinnen Eva Kessler und Patricia Carolin Mai von sexueller Identität, unberechenbarer Begierde und ungewöhnlichen Lustmomenten. Es wird gestöhnt, getanzt, geschwitzt, geglotzt. Zwischen Dirty Talk und von der Decke tropfendem Schleim wird ins Dunkle geraunt: Was bedeutet Lust eigentlich?

Foucault definierte Sexualität als freiheitsstiftendes Element unseres Verhalten. Und auch Lust ist frei, individuell und ungreifbar. Mal zart, mal kraftvoll, mal verspielt, mal unbeholfen. Die vielen Facetten und Spielarten von Lust, Sex, Körper und Fantasie werden geschickt in den Tanzelementen untergebracht, sodass es gar keine verbale Antwort auf die Frage braucht.

Rund um die minimalistische Performance bilden eine Peepshow-Installation und ein Workshop einen feministischen Rahmen. Die Künstlerin Alisa Tretau stellt sich mit ihrer Installation This is how you transform Fragen über Intimität und emanzipierte Sexualität während der Workshop von dem gastgebenden Performancekollektiv „Frauen und Fiktion“ mit „einer Mischung aus Theorie, Tanz und Text den spannenden Spielplatz der Lust“ interdisziplinär zu erkunden sucht.

In diesem Sinne: Lasst euch empowern und geht mal wieder ins Theater!