Es gibt machmal ein Dating, das ist so absurd und manche Männer so unmöglich, dass sie öffentlich gemacht werden müssen.
Ich war einen Abend mit zwei Freundinnen feiern und lerne einen netten jungen Mann kennen. Wir verstehen uns gut, tauschen Nummern und verabreden uns wieder. Ich suche nichts Festes, also ziere ich mich nicht lange und wir landen im Bett. Soweit war alles sehr angenehm. Er stellt sich geschickt an. Danach unterhalten wir uns weiter. Stutzig werde ich, als er mich nach meinen Freundinnen fragt. Vor allem nach einer und er lässt es sich tatsächlich nicht nehmen, mir zu sagen, dass sie ihm gut gefalle. Na ganz toll… Aber ich war ja nicht auf der Suche, nach etwas Festem.
Das zweite Date – es kann nur schief gehen
Einige Zeit später verabrede ich mich mit meinen beiden Freundinnen, dem Mann der einen und einem anderen Paar für einen Abend im Swingerclub. Ich würde dafür eine Begleitung brauchen. Dafür wäre er genau richtig. Er freute sich, als ich ihn fragte und seine Begeisterung stieg, als ich ihm sagte, wer alles dabei sein würde. Ich sollte ihn also am Abend vor dem Club treffen.
Am besagten Abend treffe ich mich zum Vorglühen bei meinen Freunden und werde natürlich nach meiner Begleitung gefragt. Ich berichte bereitwillig von seinen Talenten, aber auch von seiner Insensibilität, mir das Interesse an meiner Freundin um die Ohren zu hauen. Wohl im Bilde, begeben wir uns alle in den Club, wo wir am Eingang mein Date treffen. Im Club plündern wir erst ein mal das Swingerclub typische Buffet und kippen ein paar Drinks, um die Stimmung zu lockern. Mein Date plaudert angeregt mit jedem in der Runde, aber es bleibt mir und auch den anderen nicht verborgen, dass sein Augenmerk meiner Freundin gilt. Es amüsiert mich. Ich lasse es mir auch nicht nehmen, als er besonders baggert, laut in die Runde zu sagen: „Schaut mal, das habe ich gemeint.“ Er versteht es natürlich nicht.
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Ja, ich will
Es kommt noch schlimmer
Irgendwann beschießen wir, auf die Spielwiese umzuziehen. Wozu sonst fährt man in den Swingerclub?! Meine angeschmachtete Freundin will an der Bar bleiben. Also verschwinden wir anderen dorthin, wo es zur Sache geht. Doch bereits auf dem Weg dorthin stellen wir fest, einer fehlt. Ja natürlich, mein Date hat die Gelegenheit genutzt, um mit ihr alleine zu sein. Soll er mal machen. Ich stürze mich ins Getümmel. Erst mache ich mit meinem befreundeten Pärchen rum und dann mit einer drallen Blondine mit super Laune. Doch irgendwann bekomme ich Lust auf mehr Mann und jetzt hatte er auch lange genug Zeit, an meiner Freundin rum zu graben. Also will ich los und ihn holen. Da kommt er auch schon um die Ecke. Na endlich. Er schmeißt seinen Schlüpfer und stürzt sich ins Getümmel. Wer nun aber glaubt, dass ich nun von vorne bis hinten bespaßt werde, täuscht sich gewaltig. Er greift sich erst die dralle Blondine mit der guten Laune und dann eine zweite Frau. Ich werde kaum beachtet. Mir reicht es. Ich gehe zurück zu meiner Freundin an die Bar. Die entschuldigt sich bei mir. Er habe sie angebaggert und ihr seine Nummer gegeben. Sie wollte sich wirklich nicht dazwischen drängen. Ich nehme es ihr nicht übel. Ich sehe es eher als Feldstudie eines wirklich besonders trampeligen und unsensiblen Exemplar der Gattung Mann. Wenn ich auch nur den Ansatz von romantischen Gefühlen hätte, wäre dieser Abend wirklich schwierig geworden. Da ich aber fast schon damit gerechnet habe, wenn auch nicht so extrem, bin ich sogar etwas amüsiert.
Wie kann Mann nur so blind sein?
Nachdem alle zurück sind, entschließen wir uns zu gehen. In der großen Abschiedsrunde, sagt mein Date, dass es ja ein toller Abend war, ich wirklich klasse Freunde habe und wir das mal wiederholen müssen.
Diese Gelegenheit lasse ich mir natürlich nicht nehmen und erkläre ihm vor allen, dass mein Abend durch seine Begleitung in keiner Weise besser wurde. Ich ungefickt und unbefriedigt nach Hause fahren werde, meine Freundin sich für sein Verhalten bei mir entschuldigt hat, sie auch nicht vor hat ihn anzurufen, er sich vor meinen Freunden und vor mir zum Vollidioten gemacht und so mit auf ganzer Linie versagt hat. Ich habe ihm ein schönes Leben gewünscht und ihm geraten, sich mal über die gängigen Umgangsformen mit einer Frau zu informieren.
Im Auto haben meine Freunde und ich gut gelacht. Von dem Kerl habe ich natürlich nie wieder gehört und im Swingerclub war ich seit dem auch nicht mehr.
War schon immer von Sex und der Macht, die er mit sich bringt, fasziniert. Wild, frei und selbstbestimmt liebte und lernte sie all die aufregenden Seiten von Sex kennen. Sie hat als Stripperin, Performerin, Domina und Model gearbeitet. Dann wurde sie Mutter und Sexological Bodyworkerin. Heute veranstaltet sie erotische Kuschelpartys und Sexpartys nur für Frauen. Ihre sexuelle Orientierung bezeichnet Mona als prosexuell – sie probiert alles aus. Mit ihrer offenen und verspielten Art will sie andere Frauen inspirieren, die eigene Sexualität kennen- und lieben zu lernen. (Foto: Victor Hensel-Coe)
Ok, wo liegt jetzt das Problem an der ganzen Sache ? Nur weil es jetzt nicht nach deinem Schädel geht, bist du gleich beleidigt. Und wenn du so über ihn herziehst dann hast du es auch kein bisschen besser verdient. Der Mann hatte anscheinend Frauenkenntnis. Ich kann ihm zu seiner Entscheidung nur gratulieren. Miete dir nächstes mal nen Callboy, dann gibt es Sex garantiert.
Lieber Spaßeshalber, auch wenn man hier anonym kommentieren kann, möchte ich nicht, dass Autor*innen beleidigt werden. Bitte achte darauf!
Hmm,
also eigentlich hat er ja mit offenen Karten gespielt (-eigentlich normal in Swingerkreisen). Die Autorin schreibt auch, dass ihr bewusst war, dass er ihre Freundin bevorzugt; man gewinnt den Eindruck, dass sie es sich beweisen wollte (doch attraktiver, begehrenswerter als ihre Freundin zu sein) und dies einfach nicht geklappt hat. Und aus Enttäuschung darüber und in der Suche nach einem Sündenbock hat sie sich dafür entschieden, diesen Typen vor ihren Freunden bloßzustellen und diesen Text hier zu verfassen, damit das, was sie sich vormacht, um nicht zu verlieren, unbedingt wahr sein/werden kann.
Klar, der Mann, von dem hier berichtet wird, ist der Autorin gegenüber am Morgen nach dem ONS nicht sehr sensibel gewesen , aber dann ist er doch der letzte, um von ihr auf eine Swingerparty eingeladen zu werden, damit er darin nicht auch noch bestätigt wird. Die ganze Aktion liest sich leider hinfach nur sehr unreif.
Lieber Berp, stell dir folgendes vor: Du verabredest dich mit deiner Affäre und nimmst sie mit auf eine Party. Am Abend tanzt und schmust sie aber dann mit allen anderen Männer nur nicht mit dir. Wie würdest du dich fühlen? Gerade beim Swingen ist es wichtig offen und ehrlich zu sein. Zu sich und zu den anderen. Eine klare Ansage vorher: Es tut mir leid, aber ich interessiere mich auch für deine Freundin, ist das okay für dich? Dann hätte sie vielleicht geantwortet: Schmusen kannst du mit ihr (wenn sie will), aber gefickt werde nur ich. Schließlich hätte man sich geeinigt oder wäre eben nicht zusammen ausgegangen…