In Vorbereitung auf die Wechseljahre empfiehlt Kerstin Thea Erwied eine schrittweise Anpassung der Ernährung an die kommenden Veränderungen. Damit können viele der auftretenden Symptome nämlich abgeschwächt, wenn nicht sogar aufgelöst werden. Es sollte sehr vitamin- und mineralstoffreich, etwas proteinreicher aber kalorienarmer gegessen werden, da der Stoffwechsel unter dem zunehmenden Hormonentzug die Tendenz hat, etwas langsamer und träger zu werden.

Kerstin Thea Erwied ist Ganzheitliche Ernährungsberaterin/Gesundheitscoach
  1. Jetzt werden vermehrt Lebensmittel gebraucht, die mineralstoffreich sind, um zu verhindern, dass die Östrogenknappheit zu einem Verlust von Mineralien im Knochengerüst führt.
  2. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, Zink, Chrom, Silizium, Mangan, Kalzium, Magnesium und Vitamin K vermindert den Mineralverlust in den Knochen laut Burgersteins „Handbuch der Nährstoffe“. Hier ist eine pflanzliche Kost mit hohem Rohkostanteil (mit besonders hohem Grünanteil wie Salate, Petersilie, Gurke, Sonnenblumensprossen …) von großem Vorteil.
  3. Da besonders Phosphor, den  wir in großen Mengen in rotem Fleisch, in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln und Getränken finden, den Knochen Mineralien entzieht, sollte auf diese Nahrungsmittel weitestgehend verzichtet werden.
  4. Der Östrogenhaushalt kann durch Lebensmittel mit phytoöstrogenen Wirkstoffen wie Soja, Rotklee, Haferflocken, Leinsamen, Leinöl, Linsen, Erbsen, Grüntee, Shitaki-Pilze, Granatapfel, Brokkoli, Fenchel, Kürbis, Petersilie, Ginseng … positiv beeinflusst werden. 
  5. Um die Nebennieren zu stärken, wird in erhöhtem Maße Vitamin C, B5 und der Vitamin-B-Komplex empfohlen. Darüber hinaus soll besonders sibirischer Ginseng die Funktion der Nebennieren stützen.
  6. Ist unser Körper ausreichend versorgt mit Vitamin C, E und Gamma-Linolensäure, die wir in Nachtkerzenöl finden, sollten Hitzewallungen weniger deutlich auftreten.
  7. Auch wichtig ist enzymreiche Nahrung wie Sprossen, Keimlinge und Mikrogrün.
  8. Weniger Kalorien, dafür mehr Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte
  9. Kaffee und Alkohol nur in Maßen (bei starken Hitzewallungen zwischenzeitlicher Verzicht)
  10. Fleischkonsum stark reduziert (Säure begünstigt Hitze)